Unsichtbare Spuren

Filmmuseum Lausitz e.V.

Das Filmmuseum Lausitz e.V. setzt mit dem Projekt Unsichtbare Spuren ein kraftvolles Zeichen gegen das Vergessen. Zwischen 1933 und 1945 war die deutsche Filmindustrie keine Welt der Träume, sondern eine hocheffiziente Fabrik für Ideologie. Das Projekt macht erfahrbar, wie die Nationalsozialisten das Medium Film instrumentalisierten: von scheinbar harmlosen „Feel-Good-Movies" während der Wirtschaftskrise bis hin zu hasserfüllten Hetzfilmen wie „Jud Süß".

Im Zentrum stehen die Schicksale jener, die hinter den Kulissen um ihr Überleben kämpften: Stars wie Otto Wallburg und Joachim Gottschalk, die verfolgt, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden. Das Projekt schlägt zudem eine Brücke zur Nachkriegszeit und zu Romy Schneider, die als Weltstar ihrer Generation die Schuld der Elterngeneration nicht verdrängte und mit „Die Spaziergängerin von Sanssouci" den Opfern ein Gesicht gab.

Mit Vermittlungsprojekten wie Führungen und eigenständiger Exploration möchte das Filmmuseum Lausitz den schulischen Geschichtsunterricht interaktiv und lebendig gestalten. Die Mechanismen von Propaganda und Gleichschaltung sollen sichtbar gemacht werden. Zudem soll die Medienkompetenz, demokratische Resilienz sowie das Geschichtsverständnis und die historische Zeitwahrnehmung der Schüler:innen aufgebaut und gestärkt werden.

Termine

Öffnungszeiten Samstag und Sonntag 12.30-16.30 Uhr
Freitag 14.00-17.00 Uhr Filmvorführung und Vortrag "Unsichtbare Spuren" mit anschließender Podiumsdiskussion

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